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FSME und Borreliose: Zeckenübertragene Infektionen

FSME steht für Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (eine Gehirnentzündung). Diese Viruserkrankung wird durch Zecken übertragen und kommt in Teilen Süddeutschlands, in den Alpenländern, in Nord-, Ost- und Südost-Europa sowie in Asien (Russland, Mongolei u.a.) vor. Eine Erkrankung kann bleibende Schäden hinterlassen, insbesondere ältere Personen sind anfällig für Komplikationen, wenn eine Infektion stattgefunden hat. Eine effektive Therapie gibt es nicht.

Eine Impfung (die sogenannte "Zecken-Impfung") schützt zuverlässig vor dieser Viruserkrankung und wird zweimalig im Abstand von 4 Wochen verabreicht, mit einer Auffrischung nach 9-12 Monaten. Eine Auffrischung wird alle 5 Jahre empfohlen. Anders als bei anderen Impfungen sollte die Auffrischimpfung auch erfolgen, damit der Impfschutz nicht verloren geht und eine erneute Grundimmunisierung nötig wird. Es gibt auch ein Schnellschema zur Impfung (innerhalb 2-3 Wochen), dieses ist aber nicht ganz so effektiv wie das reguläre Schema.

Die Krankheit/Impfung sollte nicht mit der Borreliose verwechselt werden, die auch in Norddeutschland  häufig vorkommt. Diese Erkrankung wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Es handelt sich um eine bakterielle Infektionserkrankung, die auch zu einer Entzündung des zentralen Nervensystems führen kann. Typischerweise beginnt diese Erkrankung mit Hauterscheinungen (Rötungen um die Stichstelle und anderswo), und schreitet später mit Gelenkschmerzen fort. Eine Therapie mit Antibiotika ist möglich, allerdings gibt es keine Impfung.

Weitere Informationen des Robert-Koch-Instituts: hier