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Informationen

Höhenmedizin / Kilimanjaro-Besteigung

Planen Sie eine Besteigung des Kilimanjaro oder eines anderen hohen Berges, oder eine Trecking-Tour im Hochgebirge? Wir beraten zu Fragen der Berg- und Höhenmedizin und bereiten Sie auf den erfolgreichen Gipfelsturm vor. Wir geben Ihnen wertvolle Tips aus eigener Erfahrung. Sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie an diesem Service (ausführliche Beratung, Info-Material) interessiert sind. Terminvereinbarung: Tel 040 - 3009 3737

Eine Möglichkeit der vorbereitenden Anpassung an die Höhe: Atmen sauerstoffreduzierter Luft in der Trainingsphase vor der Reise, in Ruhe, im Schlaf oder beim körperlichen Training. Weitere Informationen: Höhenbalance.de

Auszug aus unserem Info-Flyer:1

Reisen, die mit Aufenthalten in großen Höhen verbunden sind, bergen besondere Risiken. Dazu zählen: Eine erhebliche UV-Strahlung, eine geringe Luftfeuchtigkeit und der geringe Sauerstoff-gehalt der Luft. Wichtig sind daher ein guter Sonnenschutz (Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor, textiler Schutz), eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr sowie eine gute Akklimatisation an den niedrigen Sauerstoffgehalt, da sonst die Gefahr steigt, höhenkrank zu werden.

Die Himalayan Rescue Association (HRA) hat 5 goldene Regeln“ verfasst, die jeder kennen und beherzigen sollte, der einen Höhenaufenthalt plant:

  • Jeder kann höhenkrank werden, aber niemand muss daran sterben
  • Jede Gesundheitsstörung in Höhen > 2500 m muss solange als Höhenkrankheit gewertet werden, bis das Gegenteil bewiesen ist
  • Bei Symptomen der akuten Höhenkrankheit kein weiterer Aufstieg
  • Wenn ́s Dir schlecht geht steige sofort ab!“
  • Personen mit Zeichen der Höhenkrankheit dürfen nie alleine gelassen werden

Bei der Höhenanpassung kann grob folgende Einteilung vorgenommen werden:

  • 1500 - 2500 m (mittlere Höhen) - Sofortanpassung genügt
  • 2500 – 5300 m (große Höhen) - Akklimatisation erforderlich
  • über 5300 m (extreme Höhen) - nur Kurzaufenthalt möglich

Die Akklimatisationsschwelle, also jener Höhenbereich, ab welchem eine Akklimatisation erforderlich ist, liegt somit bei ca. 2500 m (Schwellenhöhe). Die Anpassung an Höhen darüber erfolgt stufenweise und gilt immer nur für die jeweils erreichte Höhe. Es gilt, nicht zu schnell zu hoch zu steigen und keine anaeroben Anstrengungen zu unternehmen (als Faustregel für das Gehtempo kann gelten: einen Schritt ausatmen, zwei Schritte einatmen). Die Obergrenzen für den Puls beim länger dauernden Bergaufgehen liegen bei jüngeren Menschen bei ca. 140/ min, bei älteren Menschen bei ca. 120/ min. Die Devise „Wer schneller geht als ein Ochs, der ist ein Ochs“ kann einem dabei helfen, sich vernünftigerweise bei etwaigen „Konkurrenzkämpfen“ um die Schnelligkeit auszuklinken. Jeder Mensch kann höhenkrank werden wenn er nur schnell genug höher steigt. (...)

Quellen:

  • Forum Reisen und Medizin / Dr. Brigitta Thrun
  • Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin / Dr. Tomas Jelinek
  • Handbuch Reisemedizinische Gesundheitsberatung / Dr. Norbert Krappitz