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Meningokokken-Meningitis: Nicht nur in den Tropen!

Meningokokken-Meningitis ist eine bakterielle Gehirnhautentzündung, die schnell zu schwerer Erkrankung führen kann. Diese kommt weltweit vor. Gefürchtet sind epidemieartige Ausbrüche in Afrika südlich der Sahara in der Trockenzeit (im sog. Meningitis-Gürtel, Dez. bis Juni), bei denen jährlich einige Zehntausend Menschen erkranken und Tausende sterben. In Deutschland und Europa kommt diese Erkrankung eher sporadisch vor, mit einigen Hundert Fällen pro Jahr in Deutschland. Wenngleich die Infektion grundsätzlich mit Antibiotika zu behandeln ist, verläuft sie zunächst oft uncharakteristisch, aber schnell fortschreitend, so dass eine Therapie oft nicht mehr ausreichend wirksam ist.

Verschiedene Subtypen dieser Erreger kommen regional verteilt vor. In Deutschland sind die häufigsten vom Typ "B" oder "C". In Afrika kommt häufig der Subtyp "A" vor. Eine Impfung ist seit einigen Jahren in Deutschland für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen (Typ C). Bis zum 18. Lebensjahr ist dies eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Demnächst wird auch eine Impfung gegen den B-Subtypen erhältlich sein.

Eine Impfung gegen vier Subtypen (A, C, W, Y) ist für Reisende möglich und auch für Kinder zugelassen. Für Schul- oder Studienaufenthalte (z.B. in GB oder USA) wird der Nachweis dieser Impfung häufig verlangt. Empfohlen ist eine Impfung auch für Personen, die in medizinischen oder Kindereinrichtungen tätig werden (z.B. in Waisenhäusern). Pflichtimpfung für alle Hadj-Pilger (Typen A, C, W, Y).

Weitere Informationen zur Meningokokken-Erkrankung des Auswärtigen Amtes (pdf Download): hier